FMRD IV 3/6: Stadt Trier, Ortsteile links der Mosel; Trier und Umgebung (3187-3197); Nachträge und Ergänzungen. Bearbeitet von M. R.-Alföldi
Trier, die Augusta Treverorum der Römerzeit, früher Sitz hoher Provinzialverwaltung, seit der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts Kaiserresidenz, ist so reich an Bodenfunden, wie kaum ein anderer Ort im römischen Deutschland. Hinzu kommt, dass das lebhafte Interesse an römischen (aber auch an anderen) Funden bereits auf Jahrhunderte Erforschung zurückgeht.
Trier und Regierungsbezirk Trier weisen daher die reichste Serie von Fundmünzen und Münzfunden auf, vor allem die Stadt Trier selbst. So kam es, dass die Fundmünzen in museologisch bedingter Strukturierung publiziert werden müssen: die so genannten „Römerbauten“ gesondert von den übrigen Funden in der Stadt. Bereits erschienen sind die Bände FMRD IV 3/1: Tempelbezirk Altbachtal; FMRD IV 3/2: Die sog. Römerbauten (M. R.-Alföldi, D. Wigg-Wolf), dann FMRD IV 3/3: Münzen ohne Fundort, eine Serie von Funden, deren genaue Fundstelle nicht mehr nachweisbar ist (H.-Chr. Noeske).
Es folgen die Bände mit den Münzfunden rechts der Mosel im Areal der römischen Stadt Augusta Treverorum in alphabetischer Folge der Strassen (FMRD IV 3/4: Strassen A-K, Komplexnummer 3022-3110 und FMRD IV 3/5: Strassen L-Z, Komplexnummer 3111-3186).
Der nun erschienene letzte Band – FMRD IV 3/6: Ortsteile links der Mosel, Trier und Umgebung, die sog. „Fälscherförmchen“ – umfasst die Komplexnummer 3187-3197. Das Besiedlungsbild links der Mosel weicht von dem rechts der Mosel ab: Im Vorfeld der römischen Stadt verbunden mit ihr durch die Römerbrücke liegen an verschiedenen Fernstrassen Villen, kleine Siedlungen (vici) und einzelne Gruppen von Gebäuden mit den jeweils dazugehörigen Grabstätten. In landschaftlich hervorragender Stelle liegt der Treverer Tempelbezirk mit dem Heiligtum des Lenus Mars (die Münzfunde sind im Band FMRD IV 3/2 registriert).
Das Fundmaterial ist nach den heute aktuellen Ortsteilen in alphabetischer Reihenfolge geordnet, die dokumentierten Fundstellen zu den Anmerkungen und im Register der sämtliche(n) Fundstellen angegeben. Das Kapitel Trier und Umgebung umfasst das Fundmaterial ohne weitere topografische Dokumentation. Die Terrakotta- sog. „Fälscherformen“ werden hier für beide Areale, rechts und links der Mosel zusammen vorgelegt. Nachträge und Ergänzungen zu den bisher erschienenen Bände runden die Vorlage der römerzeitlichen Münzfunde im Areal der Stadt Trier ab.
Der Band hat neben der allgemeinen eine spezielle Einleitung mit allen notwendigen Erklärungen für den Benutzer, eine Tafel der Gegenstempel, ein ausführliches Register, sowie als Beilage einen Stadtplan (Falk), dessen Koordinaten bei den Komplexen zitiert werden.
Philipp von Zabern Verlag, Mainz, 2008
187 Seiten
ISBN: 978-3-8053-3903-2
Preis: €36,00
